5. General-Versammlung 2012
Mord stand auf dem Speiseplan!
Doch vor diesem kriminalistisch gewürzten, lukullischen Vergnügen am Donnerstagnachmittag des 16. Aprils 2012 ging im Zunfthaus zur Saffran in Zürich die jährliche Generalversammlung von ManuFuture-CH über die Bühne.
Generalsekretär Marcel Zeindler und Präsident Dr. Olivier Carnal orientierten über den Geschäftsgang und präsentierten die beiden Bilanzen und Jahresrechnungen 2011 mit Bericht der Revisionsstelle für die Association und das F+E Konsortium. Beide wurden durch die anwesenden Mitglieder gutgeheissen.
Ebenso angenommen wurden die personellen Veränderungen im Vorstand. Neuer Präsident wird der bisherige Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn, neuer Vizepräsident ist Sergio Galante. Ebenso neu in den Vorstand gewählt wurden Prof. Dr.-Ing. Jean-Marc Boéchat, Professor für Maschinentechnik an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg sowie Georg Burkhardt, Direktor Supply Chain von der Miebach Consulting AG in Zug. Aus dem Vorstand ausgetreten sind Peter Biedermann und Dr. med. Andrea Degen Iseli. In seiner Funktion als Revisor bestätigt wurde Hans-Rudolf Helfer. In Anerkennung seiner Dienste – aber wohl auch um immer noch wenn nötig Zugriff auf seine reiche Erfahrung zu haben – wurde Dr. Olivier Carnal zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Abschliessend warf Dr. Alain Codourey, CEO der Asyril SA in seinem Referat ‚Die Tischfabrik – Neues Paradigma für die Montage kleiner Produkte‘ einen Blick hinter die Kulissen der Mikrofertigung. Heute beschäftigen sich nur noch wenige Forschungsstätten mit der Mikrofabrik. Von ausschlaggebender Bedeutung ist jedoch die Mikrofertigung in Verbindung mit der Automatisierung als Chance für Europa, wettbewerbsfähig zu bleiben und das Know-how zu bewahren. Doch braucht es ein Bündeln von Wissen und eine koordinierte europäische Plattform für die rasche Umsetzung in die Praxis. Eine solche bietet die europäische Eureka-Initiative mit der Umbrella Pro Factory-Plus. Mit gemeinsamer praxisorientierter Unterstützung der KMU-Forschung und Entwicklung innovativer Produktionsprozesse und Systeme lassen sich Produkte und Dienstleistungen hoher Wertschöpfung realisieren.
Dann wartete auf die Gäste der grosse Zunftsaal mit seiner einzigartigen Nussbaumdecke und den Zunftwappen. Hier war einst das Reich der Händler von Textilien, Eisenwaren, Lebensmitteln und Gewürzen. Sie gründeten im Jahr 1336 die Krämerzunft, die ab 1445 ‚Zunft zur Saffran‘ hiess. Doch mit der Zeit kamen andere Berufe dazu, wie die Apotheker und Drogisten, die Seidenbandweber, die Knopfmacher, die Zuckerbäcker und die Bandagisten.
Doch die ehemaligen Handelstätigkeiten traten an dieser Feier zum 5. Geburtstag von ManuFuture-CH in den Hintergrund, denn bald betrat Greta die Szene. Bereits zum siebten Mal schritt sie an diesem Abend vor den Traualtar. Doch schon nach sieben Minuten Ehe segnete der Bräutigam das Zeitliche. Starb er etwa keines natürlichen Todes? Wer hatte dem Champagne die Ameisensäure beigemischt? War es Ehemann Nr. 4, der seltsamerweise plötzlich wieder erscheint, die eifersüchtige Tochter, der leicht dämliche Bruder, der gewitzte Leichenbestatter, die hinterhältige Mutter oder etwa Greta selbst? Alle Gäste des Abends hatten grossen Spass daran, die Kommissarin Caprez tüchtig zu unterstützen, um diesen gruseligen Mordfall zu lösen und trotzdem den exquisiten Geburtstagschmaus in vollen Zügen zu geniessen.
Text: Elsbeth Heinzelmann
Fotots: Peter Mosimann ©by manufuture.ch


























































































































































































































































